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Up in the air – Gesellschaftskritik par excellence

Nun folgt bereits mein zweiter Blog über einen Film. Dabei will ich diesen Blog gar nicht so oft für Filmkritiken nutzen. Allerdings hat mir der Film “Up in the air” mit George Clooney tatsächlich gut gefallen.

George Clooney spielt Ryan Bingham. Er ist jemand, der in den USA professionell Menschen feuert, wenn die Unternehmensführung das nicht selbst tun will. Zu diesem Zweck reist er herum, sammelt Meilen und Punkte und hat dadurch kein richtiges Zuhause. Sein Heim ist der Airport und das Flugzeug. Seine Abläufe sind ebenso standardisiert wie sein Koffer, der als Handgepäck durchgeht und nicht gesondert aufgegeben werden muss. Darüber hinaus gibt er Motivations-Seminare (“What’s in your backpack”) in denen er für die Entlastung und Ungebundenheit wirbt.

Interessante Geschichte? Sicherlich, denn hinter dieser einfachen Einführung steckt viel mehr. Die gesamte aktuelle wirtschaftliche und soziale Lage wird in einem einzigen Film diskutiert und kritisiert. Dabei findet die aktuelle Weltwirtschaftskrise (wann sonst boomt das Geschäft mit dem professionellen Kündigen?) ebenso Einzug wie New Media (die Leute sollen per Webcam gefeuert werden) und die stets aktuelle Frage der Sinnhaftigkeit von zwischenmenschlichen Beziehungen.

Kaum ein anderer aktueller Film schafft dabei das, was “Up in the air” gelingt. Statt flach und plump die Gesellschaft zu kritisieren, diskutiert er pro und contra eines jeden Themas. Nichts wird sofort als negativ dargestellt. Nichts ist ausnahmslos positiv. Alles hat sein Für und Wider.

Zudem kommt die Komik nicht zu kurz. Wie das wirkliche Leben nunmal so spielt, ist nicht alles ernst, sondern auch mal witzig. In einem vollbesetzten Kino-Saal ist der Comedy-Effekt natürlich größer, zumal alle an derselben Stelle lachen und andere damit anstecken.

Insgesamt gesehen, ist der Film überraschend lohnenswert. Anfänglich wollte ich mir den Film nicht im Kino ansehen, doch ein sogenanntes “Serendipity” führte mich zu ihm.

Mir bleibt nichts anderes mehr zu sagen, als einen guten Start ins neue chinesische Jahr (der Tiger ist dran) zu wünschen – worüber ich vermutlich dann morgen bloggen werde 😉

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